Woche 12: Mount Rainier NP - Olympic NP

In dieser Woche standen zwei große Ziele auf dem Plan: Mount Rainier NP und der Olympic NP mit der Olympic Coast. Das Gebiet des Mount Rainier Nationalparks ist riesig und mehr als 95% sind reine Wildnis. Der Nationalpark ist ein absolutes Muss für jeden Washington Besuch und für jeden Backpacker. Wir beiden haben uns deshalb ganze drei Tage Zeit für den Park genommen. Bis auf die von Gletschern und Eis bedeckte Spitze des Mount Rainier war bereits alles schneefrei und mit den Nadelbäumen, blühenden Wildblumen und kleinen Bächen kamen wir uns eher wie in Österreich als in den USA vor. Am letzten Tag unternahmen wir eine große Wanderung zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt von dem man nicht nur den 80km (Luftlinie) entfernten Mt. St. Helens, sondern auch den 150km (Luftlinie) entfernten Mount Hood in Oregon sehen konnte. Die Aussicht war atemberaubend! 

Am Donnerstag ging es dann einmal quer durchs Land zur Olympic Coast die ganz im Nordwesten von Washington liegt. Je weiter hoch wir die Küste Richtung Kanada fuhren desto nebliger wurde es auf einmal. Dass es entlang der Küste von Oregon und Washington schon mal neblig und diesig ist kann wussten wir von der Runterfahrt. Als der Nebel allerdings auch tagsüber von der Sonne nicht vertrieben wurde kam uns das Ganze doch etwas komisch vor. Wir erkundigten uns bei einigen Locals und erfuhren, dass auf Vancouver Island über 150 kleinere und größere Waldbrände loderten und der Rauch die ganze Küste entlang zieht. Selbst nach ein paar Tagen konnte man bis in die Abendstunden, die wir meistens an einem der Strände verbrachten, keinen blauen Himmel sehen. Tagsüber fuhren wir mehrmals ins Landesinnere um die Regenwälder des Olympic NP zu erkunden.

Samstag Abend war es dann so weit: der letzte Camping-Abend stand bevor. Nachdem wir einen großzügigen Vorrat an Feuerholz, Fleisch und Bier gekauft hatten, fingen wir bereits nachmittags mit dem Grillen an. Bis spät in die Nacht genossen wir das warme Feuer, aßen die letzten Essenvorräte und spielten Karten. Der Abend war ein sehr gelungener Abschluss vom Campen!  

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Sonntag früh ging es für uns nach dem Packen in Richtung Kanada und um Fahrtzeit zu reduzieren, war geplant die Fähre zu nehmen. Genau an dem Morgen fiel diese jedoch aus und wir mussten einen Umweg von über 5 Stunden in Kauf nehmen. Um die Zeit zu überbrücken hörten wir wieder ein Hörbuch von Dan Brown an. Vor allem die Bücher mit dem Symbolologen Robert Langdon haben uns gefesselt, sodass die vielen Stunden im Auto nur so verflogen. An der Grenze angekommen waren wir doch etwas nervös, da wir noch etwas eingeschüchtert waren von unserem letzten Grenzübergang in die Staaten. Doch der Landweg nach Kanada ist super gechillt und die Befragung ging nichtmal eine Minute. Unser ursprünglicher Plan war erst am Dienstag in Vancouver zu sein, dementsprechend war unsere Unterkunft erst ab Dienstag Nachmittag gebucht. Auf einer „Work and Travel Kanada“ Website haben wir den Tip bekommen, dass man sich Abends gut mit dem Auto an die Spanish Banks stellen kann. Der Uferabschnitt liegt in der Nähe zum Stadtzentrum aber immerhin soweit entfernt, dass sich dort keine Obdachlose aufhalten und man nachts entspannt im Auto schlafen kann. Um den anstrengenden Tag noch schön ausklingen zu lassen, entschlossen wir spontan ins Kino zu gehen um den Film „Babydriver“ zu sehen (cooler Film!). 

Tage unterwegs: 84
Kilometer zurückgelegt: 21233
Fast Food Mahlzeiten: 48
Foto Counter: 15142
Wildlife Counter: 66
Wochen-Tages-Durchnittstemperatur: 24
Wochen-Nacht-Durchschnittstemperatur: 13