Woche 7: San Luis Obispo - Los Angeles - Joshua Tree

Auf halben Wege zwischen San Francisco und Los Angeles liegt das wunderschöne San Luis Obispo. In der elften Klasse hatte Leo einen Austauschschüler (Michael Mullen) von dort in Ihrer Klasse der, nachdem er über unseren Blog über unsere Reiseroute gelesen hatte, uns zu sich nach Hause eingeladen hat. Dankbar nahmen wir das Angebot an und trafen uns Montag nachmittag bei Michael zuhause, der uns direkt mit ans Meer nahm. Dort hatten wir das Glück nicht nur Otter im Wasser chillen zu sehen, sondern auch springende Delphine und sogar hier und da die Fontäne eines Wals zu beobachten - absolut atemberaubend. Abends zeigt Michael uns die verschiedenen Biersorten der Gegend, wobei uns das „Fresh squeezed indian ale pale“ am besten geschmeckt hat. Die nächsten Tage wurden uns versteckte Badeorte sowie einheimische Nachtische gezeigt, doch mit Abstand das eindrucksvollste war die Erfahrung mit einer 9mm Pistole auf einer Shooting Range zu schießen. Unsere ersten Schüsse feuerten wir etwas nervös und mit sehr großen Respekt vor der Pistole ab, als Männer am Schießstand neben uns anfingen mit verschieden Pistolen und Gewehren auf ihrer Zielscheibe Tic-Tac-Toe zu spielen. Die Auffassung und der Umgang der Amis mit Waffen ist wirklich sehr unterschiedlich zu unserer Auffassung. Wie Michael es uns erklärt hat geht es aber vor allem um den sportlichen Gedanken und die Disziplin an sich, nichtsdestotrotz etwas fremd für uns.

 Benny in Action

Benny in Action

 Gruppenfoto

Gruppenfoto

Nachdem uns einige Ausschnitte des „American way of Life“ gezeigt wurde, ging es Mittwoch Nachmittag für uns weiter den Hw #1 hinunter nach Malibu. Da der Verkehr nach Los Angeles, vor allem am frühen Abend, einer Tortur gleichkommt, entscheiden wir uns dafür den Abend in dem davor gelegenen Malibu Beach zu verbringen. Somit konnten wir am nächsten Morgen früh aufstehen und uns über den Sunset Blvd und den Santa Monica Pier ohne großen Verkehr Downtown Los Angeles nähern. Durch Beverly Hills und Hollywood fuhren wir entspannt durch, um die Atmosphäre dieser Stadtteile auf uns wirken zu lassen. Nach einem Abstecher zu den Universal Studios parkten wir im Dolby Theater, in welchem jährlich die Oskar-Verleihung stattfindet. Dabei wird der gesamte Verkehr um die Innenstadt lahmgelegt, sodass Stars und Sternchen in Ruhe ihren Lauf über den roten Teppich ablegen können. Zu unserem Glück war der Hollywood Blvd nicht allzu voll, sodass wir in Ruhe die Sterne unserer Favoriten auf dem Walk of Fame betrachten konnten. Für den Abend hatten wir ein ganz besonderes Wahrzeichen von Los Angeles rausgesucht: das Hollywood Sign. Dieses erreicht man durch den Griffith Park von welchen man die Buchstaben hervorragend sehen kann und wenn man noch etwas weiter geht, kann man nach einer circa 90 minütigen Wanderung die grandiose Aussicht auf die Rückseite des Wahrzeichens und das Stadtzentrum bei Nacht genießen.

Von Michael hatten wir einen heißen Tipp fürs billige Campen in LA bzw. in ganz Kalifornien bekommen: die National Forest Parks in Kalifornien. In diesen kann man Nächtigen ohne einen Cent zu zahlen und, da unsere rausgesuchten Campingplätze doch weiter weg waren als gedacht, fuhren wir nach der Nachtwanderung in der Angeles National Forest und stellten uns auf einen Parkplatz. Freitag morgen durchquerten wir noch Downtown L.A. mit dem Finanzviertel, der Altstadt und die Walt Disney Concert Hall. Die Hitze der Stadt wurde für uns eine immer größere Qual und was eignet sich da besser als Venice Beach für eine Abkühlung?

 Venice Beach

Venice Beach

Frisch erholt ging es fürs Wochenende über Palm Springs zum Joshua Tree Nationalpark. Bereits um 8 Uhr morgens war es in Palm Springs 32°C warm und tagsüber durften wir unseren Campingplatz bei unfassbaren 42°C aufbauen. Der Campingplatz, der direkt im Nationalpark und damit in der Halbwüste liegt, verfügt nicht mal über Trinkwasser und so ging es nach dem Zeltaufbau direkt in die Stadt um alle Wasserbehälter und Wasserflaschen aufzufüllen. Ohne fließend Wasser wird einem erst bewusst wie viel Wasser Zähneputzen, Kochen oder eine Katzenwäsche verbraucht! Gerade im Sommer ist es ratsam die Sehenswürdigkeiten des Nationalpark vor 12:00 Uhr mittags und erst wieder nach 17:00 Uhr abends zu erkunden. Die frühen Tagesstunden nutzen wir somit für kleine Wanderungen durch die öde, doch wunderschöne Landschaft. In der Zeit dazwischen konnten wir nicht mehr als im Schatten vor uns hin zu dösen.

Am Montag wird es für uns weiter nach San Diego zu unserer Freundin Robin gehen und von dort aus direkt zum Yosemite National Park. 

Tage unterwegs: 49
Kilometer zurückgelegt: 10123
Fast Food Mahlzeiten: 26
Foto Counter: 7694
Wildlife Counter: 42
Wochen-Tages-Durchschnittstemperatur: 28
Wochen-Nacht-Durchschnittstemperatur: 15

 Joshua Tree National Park

Joshua Tree National Park

 Campground im Joshua Tree NP

Campground im Joshua Tree NP